Acker-Hornkraut

Cerastium arvense

 

Systematik

Unterfamilie   Alsinoideae

Familie            Nelkengewächse – Caryophyllaceae

Ordnung         Caryophyllales

Blühzeit

April bis September

Verbreitung

zerstreut

Vorkommen

Wegränder, Ruderalstellen, sandige oder steinige Orte

Noch ein Kraut aus der Familie der Nelkengewächse: Das Acker-Hornkraut (Cerastium arvense). Das Acker-Hornkraut kommt lediglich zerstreut im Siebengebirgsraum vor und dann eigentlich nur im Tiefland, in der Bergregion wird man es vergeblich suchen. Das Wildkraut wächst lockerrasenbildend und wird an aufrechten Trieben maximal 30 cm hoch. Eine größere Herausforderung für den nicht so Geübten ist es, die zahlreichen Arten der Gattungen Sternmiere und Hornkraut und einiger anderer Nelkengewächse mit Sicherheit zu bestimmen. Sie sind sich in Blütenfarbe und -form sowie ihrem Wuchs oft sehr ähnlich. Erste Faustregel: Wenn die Blütenblätter sehr tief eingeschnitten sind, ist es eine Sternmiere, wenn der Einschnitt nur leicht bis maximal zur Mitte vorliegt, dann handelt es sich um ein Hornkraut, wenn die Blüten gar nicht eingeschnitten sind, ist es eine andere Gattung, z.B. die Nabelmiere. Hier sehen wir den mitteltiefen Einschnitt, also Hornkraut. Wir sehen außerdem relativ große Blütenblätter – viel länger als der Kelch -, wir sehen fünf Griffel (in der vergrößerten Blüte sechs, was eine zufällige Abnormität ist) und wir erkennen länglich-lanzettliche Blätter an einem nur kurzhaarig behaarten Stängel. Damit haben wir das Acker-Hornkraut vor uns. Die Pflanze wächst an Ruderalorten, an Wegrändern, auf sandigen oder steinigen Orten (hier basaltige Rheinufer-Böschung).