Esels-Wolfsmilch

Euphorbia esula

 

Systematik

Familie            Wolfsmilchgewächse – Euphorbiaceae

Ordnung         Malpighiales

Blühzeit

Mai bis August

Verbreitung

zerstreut

Vorkommen

Gebüsche, Wegränder, Böschungen

„Fünf oder sechs verschiedene wilde Wolfsmilch-Arten sollten sich im Siebengebirge finden lassen.“ Das hatte ich im April angekündigt. Nach den bereits vorgestellten Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissias), Sonnwend-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia) und Süßer Wolfsmilch (Euphorbia dulcis) nun tatsächlich schon die vierte Art: Die Esels-Wolfsmilch (Euphorbia esula). Allen Wolfsmilch-Arten gleich sind die kleinen grünlichen Blüten, die von auffälligen gelblichen Hochblättern umgeben sind, die Blüten haben unterschiedlich geformte Honigdrüsen. Die Unterscheidung der Arten ist nicht immer einfach, aber alle Arten lassen sich durch Gesamtwuchs, Blattform und Anordnung der Blüten einigermaßen auseinanderhalten. Die Esels-Wolfsmilch hat einen reichlich beblätterten Stängel mit schmal-linealischen, glattrandigen Blättern, der in einer vielstrahligen Scheindolde endet. In der Gesamterscheinung ähnelt das Kraut der Zypressen-Wolfsmilch, ist aber fast doppelt so groß (bis zu 80 cm), und die Blätter haben eine andere Form. Das Kraut kommt an Wegrändern und in Gebüschen vor, im Siebengebirge allerdings fast ausschließlich in Ufernähe des Rheins. Es ist nicht selten, aber doch wesentlich zerstreuter als die Zypressen-Wolfsmilch. Der Name rührt von der Eigenschaft her, dass sich der Blütenstand nach dem Stand der Sonne ausrichtet. Achtung: Alle Wolfsmilch-Arten enthalten einen milchigen Saft im Stängel, der giftig ist und haut- und augenreizend wirkt.