Große Brennnessel

Urtica dioica

 

Systematik

Familie            Brennnesselgewächse – Urticaceae

Ordnung         Rosales

Blühzeit

Juni bis Oktober

Verbreitung

gemein verbreitet

Vorkommen

Wälder, Waldränder, schuttige Orte

Ich war in den letzten Wochen oft der Versuchung erlegen, an dieser so allgegenwärtigen Pflanze immer wieder vorüberzugehen ohne sie zu fotografieren. Vollkommen zu Unrecht natürlich, denn die Große Brennnessel ist natürlich fester Bestandteil der heimischen Wildkräuter. Sie kommt gemein verbreitet vor und steht in Wäldern, an Waldrändern und auf schuttigen Orten. Da die Pflanze stickstoffreiche Böden liebt, ist sie ein großer Profiteur von Düngung und Beweidung, sprich intensiver Landwirtschaft. Daher kommt sie auch gerade in der Nähe menschlicher Ansiedlungen mit Tierhaltung in teils riesigen Beständen vor (und sonst leider gar nichts mehr). Die Blüten der Brennnessel sind eher unscheinbar grünlich, auf den Fotos hier sehen wir überwiegend die hängenden weiblichen Blüten. Die Brennnessel ist ein zweihäusige Pflanze, das bedeutet, an einer Pflanze finden sich immer nur Blüten eines Geschlechts (die meisten Blütenpflanzen haben zwittrige Blüten). Die Blätter, im Umriss länglich und gesägt mit den bestimmt jedermann bekannten unangenehmen Brennhaaren, stehen gegenständig am kantigen Stängel. Die Pflanze kann Höhen bis zu 2 Meter, manchmal sogar noch mehr erreichen. Aber durch mechanische Behandlung oder durch Abkochen verlieren die Blätter die Brennwirkung und können als Salat oder Gewürz verwendet werden. Außerdem werden Extrakte aus Wurzel und Blättern in der Kosmetik verwendet. Bei Gärtnern beliebt auch das Abkochen zu Brennnesseljauche als natürlicher Dünger. Ziemlich ähnlich sieht die Kleine Brennnessel aus, die auch weit verbreitet ist. Sie wächst aber deutlich niedriger und hat im Umriss eiförmige Blätter, allerdings auch mit brennenden Nesselhaaren.