Hain-Ampfer

Rumex sanguineus

 

Systematik

Unterfamilie   Polygonoideae

Familie            Knöterichgewächse – Polygonaceae

Ordnung         Caryophyllales

Blühzeit

Juni bis August

Verbreitung

weit verbreitet

Vorkommen

Laubwälder, Auenwälder, Wegränder

Ein häufiger Anblick ist derzeit der Hain-Ampfer (Rumex sanguineus). Er wird bis zu 80 cm hoch, wächst eher schlank, wenig und nur kurz verzweigt und besitzt länglich-eiförmige Grund- und Stängelblätter, die bis zu 15 cm lang werden können. Die Blätter werden nach oben immer kleiner und in der oberen Hälfte ist der Stängel meist unbeblättert. Die Blätter verschmälern sich in den Blattstiel, was das Kraut unterscheidet von den Sauerampfer-Arten, die immer stängelumfassende Blätter besitzen. Besonderes Kennzeichen aller Ampfer-Blüten sind die sogenannten Valven. Das heißt, aus Blütenhüllblättern bilden sich bis zur Fruchtreife verbleibende – im Umriss grob dreieckige – Hüllchen, oft mit einer Schwiele in der Mitte besitzt. Diese Valven bzw. ihre Form ist wichtig zur Erkennung der diversen Ampfer-Arten. Man kann auf den Makros der Blütenstände schon erkennen, dass auf einigen Valven Schwielen wachsen, aber keine Zähnchen am Rande. Die Valven des Hain-Ampfers sind mehrfach länger als breit, außerdem ist nur eine Valve je Blüte mit einer Schwiele versehen. Vollständig ausgeprägt ist die Valve erst zur Fruchtzeit, daher sind die Ampfer-Arten auch oftmals mit einer jungen Blüte noch nicht eindeutig bestimmbar. Das Kraut kommt weit verbreitet im Siebengebirge vor und wächst bevorzugt in Laubwäldern, in Auwäldern und an Wegrändern. Unter Berücksichtigung des Standortes, der Blattform und der schmalen Gesamterscheinung kann man den Hain-Ampfer ganz gut von den anderen Ampfer-Arten unterscheiden.