Jakobs-Greiskraut

Senecio jacobaea

 

Systematik

Unterfamilie   Asteroideae

Familie            Korbblütler – Asteraceae

Ordnung         Asterales

Blühzeit

Juni bis Oktober

Verbreitung

weit verbreitet

Vorkommen

Wegränder, Ackerränder, Wiesen, Magerrasen, Grasplätze

Das Jakobs-Greiskraut bzw. Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea) ist weit verbreitet im Siebengebirge und ein bekannter Vertreter der sehr artenreichen Greiskraut-Gattung, aus der wir noch viele Arten an dieser Stelle sehen werden. Es wächst an Wegrändern, an Ackerrändern, auf Wiesen, Magerrasen und sonstigen grasigen Plätzen. Mit seiner kräftigen Gesamterscheinung bis zu einer Höhe von einem Meter, den dicken Stängeln und seinen leuchtend gelben, vielköpfigen Blütenständen fällt das Kraut auf. Die Blätter sind leierförmig fiedteilig und umschließen den Stängel mit Öhrchen. Die Unterscheidung von den anderen Greiskraut-Arten, die oft ähnliche Blütenstände besitzen, erfolgt sicher über die andersartigen Blätter. Das Jakobs-Greiskraut enthält starke Giftstoffe, die in hoher Konzentration für Kühe und Pferde lebensgefährlich sein können. Weniger „empfindlich“ reagieren Schafe, Ziegen und Nagetiere auf die enthaltenen Stoffe. Deswegen ist das Jakobs-Greiskraut auch in der bald kommenden Sommerzeit alljährlich ein gern wiederholtes Thema in der Tagespresse, wenn Landwirte oder Pferdehalter sich über die Gefährlichkeit des Krautes beklagen dürfen. Ich möchte aber keinesfalls in der Natur der Nutztierhalter leben, in denen außer grünen Graswüsten möglichst nichts mehr wächst. Ein Alptraum … Getoppt wird die Verteufelung des Jakobs-Greiskrauts dann nur noch von den kreuzzugähnlichen Bürgerbewegungen, die sogar handgreiflich gegen den Riesen-Bärenklau und das Drüsige Springkraut vorgehen begleitet durch die entsprechend tendenziöse Berichterstattung in der Zeitung. Warum ziehen diese Leute nicht los und fällen z.B. alle Platanen und Kastanien in Bonn und Umgebung ? Auch die sind mal zugezogen in früherer Zeit …