Kartäuser-Nelke

Dianthus carthusianorum

 

Systematik

Unterfamilie   Caryophylloideae

Familie            Nelkengewächse – Caryophyllaceae

Ordnung         Caryophyllales

Blühzeit

Juni bis September

Verbreitung

sehr selten,

vermutlich nur ein Standort am Stingenberg/Ennert

Vorkommen

Trockenrasen, Heiden, sandige Wälder

s

Geschützte Pflanze

Pflanze steht unter Artenschutz

s

Gefährdete Art in NRW

Pflanze steht auf Roter Liste

Ein sehr seltenes Wildkraut im Siebengebirge ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum). Wahrscheinlich wächst sie derzeit nur an einer einzigen Stelle am Stingenberg im Ennert oberhalb Oberkassel, wo ich diese Aufnahmen gemacht habe. Typische Standorte sind Trockenrasen, Heide und sandige Wälder. Merkmale der Kartäuser-Nelke sind die büschelig gehäuften Blütenstände mit den purpurroten, nur am Rande zerschlitzten Blüten. Die Blüten sind fünfzählig (typisch für Nelkengewächse) und haben eine lange, verwachsene Kronröhre, die Kelchblätter besitzen eine lange braune Granne. Die Stängelblätter sitzen gegenständig am Stängel und sind am Grund miteinander verwachsen. Die Blütenform ist speziell ausgestaltet für die Bestäubung durch Tagfalter (Schmetterlinge), die mit ihren langen Rüsseln den tief in der Röhre liegenden Nektar erreichen können. Das aktuelle Vorkommen ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine durch Menschen veranlasste Wiedereinbringung aus dem Zeitraum um 1990, denn zwischen 1930 und 1990 fehlen jegliche Belege für ein Vorkommen im Siebengebirge. Die Pflanze ist dennoch ein ursprünglich heimisches Kraut, ihr früheres Vorkommen hier ist belegt. Die Kartäuser-Nelke steht in Deutschland unter Artenschutz.