Kleinblütiges Springkraut

Impatiens parviflora

 

Systematik

Familie            Balsaminengewächse – Balsaminaceae

Ordnung         Ericales

Blühzeit

Juni bis September

Verbreitung

verbreitet

Vorkommen

Schattige Laub- und Mischwälder, Gebüsche, Schuttplätze

Jetzt blüht in den Wäldern des Siebengebirges das erste der heimischen Springkrautarten, das Kleinblütige Springkraut (Impatiens parviflora). Es kommt hauptsächlich in schattigen Laub- oder Mischwäldern vor, manchmal auch in Gebüschen oder schuttigen Orten. Der Name der Pflanze deutet auf den Mechansimus der Fruchtkapsel hin, der im reifen Zustand bei Berührung aufspringt und den Samen meterweit fortschleudert. Das Kleinblütige Springkraut bildet in unseren Wäldern oft sehr ausgedehnte dichte Bestände. An vielen dieser Stellen würde allerdings ansonsten nichts bis wenig wachsen, das Kraut ist sehr anspruchslos hinsichtlich des Lichteinfalls und der Bodenauflage. Ursprünglich stammt die Pflanze nicht aus Europa, sondern aus Zentralasien. Die Verwilderung begann etwa in den 1830er Jahren für unseren Raum wohl aus dem Bonner Botanischen Garten heraus. Heute ist sie längst fest eingebürgert. Es gibt hier zwei weitere Springkraut-Arten, zum einen das ursprünglich heimische Große Springkraut (mit größerer dottergelber Blüte und gebogenem Sporn statt geradem) und das invasive, in Einbürgerung befindliche Drüsige Springkraut, das hoch wächst und rosarote Blüten hat und ein beliebtes Ziel von Natur-Bürgerwehren ist, weil es angeblich andere Pflanzen aus dem Lebensraum verdrängt. Das hat man vom Kleinblütigen Springkraut auch viele Jahrzehnte lang gedacht … heute weiß man es besser.