Österreichische Sumpfkresse

Rorippa austriaca

 

Systematik

Familie            Kreuzblütler – Brassicaceae

Ordnung         Brassicales

Blühzeit

Juni bis August

Verbreitung

nur am Rhein zerstreut, fehlt sonst

Vorkommen

Rheinuferböschungen, feuchte, sandige Orte

Die Österreichische Sumpfkresse (Rorippa austriaca) trägt schon in ihrem Namen den geografischen Hinweis darauf, dass es sich nicht um ein ursprünglich einheimisches Kraut handelt. In der Tat liegt die Heimat der Pflanze in Osteuropa bzw. Westasien. Sie wächst am Rheinufer jetzt seit über 30 Jahren, ist beständig und weitet das Vorkommen aus. Damit gilt sie als fest eingebürgert im Siebengebirgsraum. Insgesamt ist sie zerstreut häufig, fehlt aber vollkommen, wenn wir uns vom Rhein entfernen. Das Kraut ist etwa einen Meter hoch, besitzt recht kleine Blüten, bei denen sowohl die 4 Kronblätter als auch die 4 Kelchblätter gelb sind. Die Früchtchen sind kleine, kugelförmige Schötchen, immer am unteren Ende des Blütenstandes zu erkennen, während oben noch die Blüten stehen. Alle Blätter sind ungeteilt, gesägt und umfassen den Stängel immer mit zwei kleinen Zipfeln. Das (außerdem die etwas länglicher geformten Schoten) ist der Hauptunterschied zur sehr ähnlichen Wasser-Sumpfkresse, deren Blätter in den Grund verschmälert sind, also nicht den Stängel umfassen. Es gibt zwei weitere heimische Sumpfkresse-Arten, die aber längliche Schoten und geteilte Blätter besitzen.