Purgier-Lein

Linum catharticum

 

Systematik

Familie            Leinwächse – Linaceae

Ordnung         Malpighiales

Blühzeit

Juni bis Juli

Verbreitung

zerstreut

Vorkommen

Magerrasen, Moorwiesen, Quellfluren

Der Purgier-Lein (Linum catharticum) ist ein eher unscheinbares Wildkraut. Es kommt auch nur noch zerstreut im Siebengebirge vor, es wächst gerne auf Magerrasen, auf Moorwiesen und Quellfluren. Die Blüten sind nur einen halben Zentimeter groß, besitzen fünf weiße Blütenblätter und gegenständig am Stängel sitzende Laubblätter. Das ist sehr ähnlich zu vielen Arten aus den Nelkengewächsen, mit denen die Pflanze aber nicht verwandt ist. Markant sind der gelbe Blütenschlund und kleine dunkle Striche auf den Blütenblättern. Der Blütenstand ist stark verzweigt, wächst scheinbar kreuz und quer, der Stängel ist eher schlaff und die ganze Pflanze wird selten höher als 20 cm. Der Purgier-Lein ist der einzige einheimische Vertreter der Leingewächse in der Siebengebirgsregion. Bekannter Verwandter aus der Gattung Lein ist der Flachs, der als Öl- und Faserrohstoff früher häufig angebaut wurde. Aus dem Purgier-Lein wurde früher ein abführender Tee gebraut (purgieren ist ein altes Wort für reinigen, säubern = abführen), seitdem aber bekannt ist, dass der Purgier-Lein einen giftigen Bitterstoff enthält, wird das Kraut nicht mehr medizinisch verwendet.