Pyramiden-Hundswurz

Anacamptis pyramidalis

 

Systematik

Unterfamilie   Orchidoideae

Familie            Orchideen – Orchidaceae

Ordnung         Asparagales

Blühzeit

Mai bis Juli

Verbreitung

sehr selten,

nur ein Standort in der Nähe von Stieldorferhohn

Vorkommen

Magerrasen, lichte Wälder

s

Geschützte Pflanze

Pflanze steht unter Artenschutz

s

Stark gefährdete Art in Deutschland

Stark gefährdete Art in NRW
Pflanze steht auf Roter Liste

Das ist ein sehr außergewöhnlicher Fund: Die Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis), auch Spitzorchis genannt, ist seit über 50 Jahren nicht mehr im Siebengebirgsraum aufgetaucht und gilt als ausgestorben im Gebiet. Allerdings ist sie im direkt südlich angrenzenden Gebiet in Rheinland-Pfalz auch in jüngerer Zeit belegt vorgekommen. Entweder ist sie von selbst über die Grenze bei uns wieder eingewandert oder sie wurde gezielt eingebracht. Ich weiß es nicht, aber finde den Fund trotz allem sehr bemerkenswert. Vielleicht ist es ja der Beginn eines beständigen Vorkommens. Die Pflanze ist insgesamt in Deutschland sehr selten, gilt als im Bestand stark gefährdet und steht dementsprechend auf der Roten Liste der stark gefährdeten Arten in Deutschland und auch in NRW. Man kann das Kraut gut identifizieren, zunächst durch den vor allem zu Beginn der Blüte pyramidenförnigen Blütenstand, der sich später in die Länge entwickelt, durch den sehr langen, dünnen Sporn der Blüten und durch die beiden kleinen Höckerchen am Grund der dreilappigen Unterlippe. Auch die purpurne Farbe der Blüten ist sehr prägnant. Somit kann die Pflanze eigentlich nicht mit einer anderen Art verwechselt werden. Bevorzugte Standorte sind Magerrasen und lichte Wälder. Ich habe den Fund an einen Experten für die Flora im Raum Bonn gemeldet und bin gespannt, ob ich noch weitere Informationen über das Wiedererscheinen bekommen werde.