Tüpfel-Johanniskraut

Hypericum perforatum

 

Systematik

Familie            Johanniskrautgewächse – Hypericaceae

Ordnung         Malpighiales

Blühzeit

Juni bis August

Verbreitung

weit verbreitet

Vorkommen

Wegränder, Trockenwiesen, Bahndämme, Gebüsche, Waldränder, Waldlichtungen

Das Tüpfel-Johanniskraut (Hypericum perforatum) oder Tüpfel-Hartheu ist sicher das häufigste Johanniskraut in unserer Region. Es kommt weit verbreitet vor und bewächst Wegränder, Trockenwiesen, Gebüsche, Waldlichtungen, Waldränder und Bahndämme. Das Kraut wird bis zu einem Meter hoch, hat einen sehr kräftigen, zweikantigen Stängel, an dem die Stängelblätter gegenständig sitzen. Im oberen Bereich ist der Stängel stark verzweigt und endet in zahlreichen Blütenständen mit goldgelben fünfzähligen Blüten. An diesen Blüten mit den sehr zahlreichen Staubblättern kann man die Johanniskraut-Arten ziemlich gut erkennen. Spezielle Merkmale des Tüpfel-Johanniskrauts sind die spitzen, lanzettlichen Blütenkelchblätter, die höchstens am Rande gepunkteten Blütenkronblätter und die rückseitig, aber auf die Oberseite durchscheinenden, schwarz gepunkteten Blätter. Es gibt noch einige andere, etwas weniger verbreitete Johanniskraut-Arten im Siebengebirge. Der Name der Kräuter rührt übrigens vom Beginn der Blütezeit her: Der 24. Juni ist Johannistag. Das Tüpfel-Johanniskraut ist 2015 zur Arzneipflanze des Jahres gekürt worden. Die Wirkstoffe aus dem Kraut werden vor allem seit vielen Jahren in vielen Medikamenten gegen Depressionen eingesetzt.