Wiesen-Salbei

Salvia pratensis

 

Systematik

Unterfamilie   Nepetoideae

Familie            Lippenblütler – Lamiaceae

Ordnung         Lamiales

Blühzeit

Mai bis August

Verbreitung

selten

Vorkommen

Trockenwiesen

s

Gefährdete Art in NRW

Pflanze steht auf Roter Liste

Selten im Siebengebirge zu sehen: Der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis). Ursprünglich heimische Pflanzen wohl nur in den Böschungen am Rheinufer bei Oberkassel, manchmal wieder eingebracht in der Bergregion. Der Wiesen-Salbei bevorzugt Trockenwiesen als Standort und mag es sehr gerne trocken und sonnig, deswegen tut sich die Art wohl auch im Bergland des Siebengebirges schwer. Der Salbei ist recht einfach zu erkennen an seiner Blüte mit der stark gewölbten, helmförmigen Oberlippe. Der Stängel ist nur wenig beblättert, die meisten Blätter stehen am Grund. Die Salbei-Blüte ist eine für die Hummelbestäubung optimierte Blüte. Die schweren Insekten lösen beim Landen auf der Unterlippe zur Nektaraufnahme einen Hebelmechanismus aus, der die Pollen der Staubblätter in der Oberlippe auf den Insektenrücken drückt. Es kommen noch seltener zwei andere Salbei-Arten in der Region vor, die jedoch beide nicht ursprünglich heimische Arten sind. Übrigens sind die jungen Blätter des Wiesen-Salbei auch aromatisch, allerdings viel schwächer als beim Echten Salbei.