Wiesen-Wachtelweizen

Melampyrum pratense

 

Systematik

Familie            Sommerwurzgewächse – Orobanchaceae

Ordnung         Lamiales

Blühzeit

Mai bis August

Verbreitung

verbreitet

Vorkommen

Laubwälder, Mischwälder, Nadelwälder, Waldränder

Der Name ist eindeutig irreführend. Der Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense) wächst nämlich gar nicht auf Wiesen. Er wächst in lichten Laubwäldern, Mischwäldern, Nadelwäldern (besonders Fichten) und an Waldrändern. Die Pflanze ist im Siebengebirge ziemlich verbreitet. Das Kraut ist ein Halbschmarotzer, das bedeutet, dass es mit knotigen Saugorganen an den Wurzeln anderer Pflanzen saugt, um an deren Nährstoffe zu gelangen. Im Unterschied zu den echten Sommerwurz-Arten, die Vollparasiten ohne eigenes Chlorophyll und damit ohne Photosynthese-Fähigkeit sind, ist der Wachtelweizen grün = chlorophyllartig und betreibt eigenständig Photosynthese, bezieht von der Wirtspflanze zusätzlich Wasser und Nährsalze. Die Blüten sind recht klein, weißlich-gelb und gerade röhrenförmig geformt. Die Blätter sind schmal lanzettlich und vorne zugespitzt. Sie sind ganzrandig und ungeteilt. Der Wiesen-Wachtelweizen bildet meist kleine Horste. Verwechslungen sind im Prinzip ausgeschlossen, da selbst die anderen Arten aus der Gattung Wachtelweizen eine deutlich andere Erscheinung haben. Im unserer Region kommt aber ohnehin keine andere Wachtelweizen-Art vor.